31. Dezember 2007

Und kurz vor Jahreswechsel ..

.. noch ein Lebenszeichen.
Beate und ich haben uns am Freitag von der Suizandina getrennt, in Richtung Sueden, bis Puerto Fuy und dem Naturreservat Huilo Huilo. Simone und Markus hatten uns dort ein Hotel empfohlen mit einer witzigen Architektur, ein Gebaede kegelfoermig, mit Vulkangestein verkleidet und mit einem Wasserfall obendrauf, der das Wasser an den Waenden herunterlaufen laesst. Der zweite Bau ist eher pilzfoermig, holzverkleidet innen und aussen - unten schmal und oben breiter, mit einer Terrasse ganz oben. Hier waren wir und fuehlten uns in unserem Zimmer wie in einer Hoehle.
Leider erwischte uns hier der Regen. Am naechsten Tag haben wir trotzdem noch eine herrliche 3-Stunden-Tour durch den Regenwald gemacht, an Wasserfaellen vorbei, Haengeleitern noch, an Seilen Abhaenge wieder runter - auch gelaufen sind wir zwischendurch .... Wir kamen klatschnass wieder im Hotel an, das wir an diesem Tag dann nicht mehr verlassen haben.
Sonntag fuhren wir weiter nach Puerto Octay, an den Lago Llanquihue, und seitdem habe ich versucht, Beate glaubhaft zu machen, dass es hier Vulkane gibt, die man ueber den See sehen kann. Beate sieht nur Wolken ... ich bisher auch ... und Regen. Aber jetzt haben wir Puerto Varas erreicht, und die Sonne ist rausgekommen. Und ich hoffe ganz stark, dass die Wolken sich noch verziehen, bevor mich Beate wegen falscher Werbung anzeigt.
Auf jeden Fall werden wir heute nacht das Feuerwerk anschauen, das vom See aus in die Luft steigen wird, und werden auf euch alle anstossen. FELIZ 2008 !

27. Dezember 2007

Einen guten Rutsch nach 2008

Und hiermit möchte ich euch allen auf diesem Wege alles, alles Gute für das Jahr 2008 wünschen, möge es ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr sein.

Für mich wird es wohl endlich den Umzug in mein eigenes Häuschen bedeuten, dessen Fertigestellung sich zum Schluss doch noch ganz gut hingezogen hat. Aber war lange währt, auch endlich wird!!
Übrigens habe ich gerade die Nachricht bekommen, dass am 7. Juni unser 25-jähriges Abitreffen stattfinden wird. Wenn nichts dazwischen kommt, werde ich also in gut fünf Monaten wieder mal in Deutschland sein.

Wichtige Nachricht: Ich möchte diesen Blogspot gerne "privatisieren", d.h. nur eingeladenen Lesern den Zugriff gewähren. Ich wäre daher dankbar, wenn ihr mir eine kurze Mail schickt, wenn ihr diesen Blogspot auch in Zukunft weiterhin lesen wollen könnt.

Und schon die nächste Reise ???

Kaum waren meine Eltern wieder in Deutschland, kam eine Woche später Beate. Wir beide sind seit dem 23. Dezember hinter Curaucatín, beim Parque Conguillío unterwegs. Uns gefällt es hier so gut, super zum Wandern und mit einer wunderschönen Unterkunft, so dass wir erst morgen weiterfahren werden.

Den Heiligabend haben wir mit einem guten Weihnachtsmenü verbracht, was nach Aperitiv, Vorspeisen das eigene Erstellen von Spiessen - mit Fleisch, Fisch, Gemüse etc. - einschloss. Wir hatten am 24. hier Föhnwetter, so dass es bis spät abends herrlich war draussen war, was sonst hier im Süden längst nicht so ist. Wir haben es genossen.

Unsere gestrige Wanderung:




Hier ist schon hinter den Araukarien der Vulkan Lonquimay zu sehen, den Beate heute mit einer ganzen Truppe noch besteigt. Ich habe mich ausgeklinkt, brauche einfach mal einen Ruhetag und komme so auch mal dazu, den Blogspot zu aktualisieren.

Carretera Austral - und schon war die Reise zu Ende

Unser letzter Stopp war am Rückflugtag der Parque Aitken del Sur, ein privater Park der Gesellschaft Catamaranes del Sur, mit der wir am San Rafael waren. Unseren Führer durch den Park für einen sehr kurzen Spaziergang war Eduardo, den wir vom Ausflug zum San Rafael schon kannten.
Zum Abschied von Patagonien ein Butterblumenherz:




Und in Santiago erwartete uns wieder die Hitze, nachem wir zwei Wochen lang unsere Woll- oder Fleecejacken immer in Griffweite hatten.

Und Weihnachten liess auch grüssen - hier die Gemeindeverwaldung von Providencia (Palacio Falabella), der in verschiedensten Farben angestrahlt wurde.



Carretera Austral - Teil 4

Unser nächster Stopp war Puerto Aysen, wo wir für zwei Tage eine Cabaña gemietet hatten, und von wo aus der Ausflug mit dem Katamaran zum Gletscher San Rafael ging. Morgens um 8 Uhr los, mit 50 km/h in 5 Stunden zum Gletscher, vorbei an unbewohnten Ufern, Inseln und Fjorden. Hier waren Besiedlungsversuche in der Vergangenheit nicht erfolgreich, da das Wetter und die Vegetation nur schwer in Griff zu bekommen sind, zumal die Erde nicht besonders fruchtbar ist.
Da uns das Wetter an diesem Tag - und von hier an an jedem Tag - mit Regen bedachte, haben wir die Fahrt meist drinnen verbracht. Allerdings wurde uns erklärt, dass die wunderschöne blaue Farbe des Eises des San Rafael-Gletschers nur bei bewölkten Tagen zu sehen ist. Bei Sonnenschein ist das Eis komplett weiss. Und dieses Farbspiel war einfach beeindruckend.





Von Puerto Aysen fuhren wir weiter in den Norden in den Parque Nacional Queulat, ein üppiger feuchter (!!) Regenwald mit Riesenfarnen und Rhabarberpflanzen (heissen hier "nalca"). Wir liessen es uns dann in El Pangue gutgehen, mit Lesen, Laufen, Baden und gutem Essen. Eine bisher für uns alle einmalige Erfahrung waren die Blutegel, die vom nassen Gras an unsere Beine schüpften. Und natürlich zubissen ... Nachdem ich sie x-mal von meinen Beinen gepult hatte, habe ich die Hosen in die Socken gesteckt und dann wenigstens Ruhe gehabt. Als wir wieder zurück in der Cabaña waren, haben wir aber vorsichtshalber unsere Beine, Socken, Hosen und Schuhe noch genau untersucht ... und noch einige Egel gefunden. Mutti gewann die Runde - ihrer war schon richtig vollgesaugt. Igitt!! Und die Bissstellen hörten nicht auf zu bluten ...

Auch Papas neuer Freund rettete uns nicht. Er machte sich lieber einen Spass daraus, ins Wasser zu springen und sich hinterher neben uns auszuschütteln. Oder mit einem langen Stock im Maul die schmalen Pfade entlang zu düsen, an uns vorbei. Wir mussten zugeben, dass er jedoch kein Meister bei Stöckesuchen war!

Die Pfade mit den Brücken über die Bäche.

Die Aussicht von Anlegesteg vor unserer Hütte über den See. Der Dauerregen fiel in den Bergen als Schnee.

Carretera Austral - Teil 3

Und wie schon berichtet, fuhren wir von Pto. Guadal aus am See entlang nach Chile Chico. Je weiter wir nach Osten kamen, umso trockener wurde es wieder. Und in der Ferne konnte man die weite argentinische Pampa erahnen. Tja, und da waren wir nun in Chile Chico und überlegten, was wir in diesem kleinen Kaff den anfangen können. Und gleich wieder weg kamen wir auch nicht, da die Fähre nach Puerto Ibañez am nächsten Tag nicht fuhr. Aber wir haben dann die Landschaft in Richtung Reserva Nacional Jeinimeni erkundet, die uns beeindruckte, da sie so sehr anders war als die hohen und schneebedeckten Berge bisher. Nur rüber in den Park kamen wir nicht, das Wasser war uns doch zu tief und mit zu starker Strömung. Und die Ausweichfuhrt, die es sicherlich gibt, war nicht zu erkennen. Also machten wir unseren Spaziergang auf der anderen Seite des Flusses.


Ende des Weges =


Anfang des Nationalparks Jeinimeni ...


Die Landschaft

Auf der Überfahrt von Chile Chico nach Puerto Ibañez wurde dann endlich mal unser Auto gewaschen. Eine etwas ungewöhnliche Waschanlage, wenn das Wasser nur so über die Reling platscht, aber doch effektiv. Und da es regnete, sassen wir drin im Jeep und bekamen die "Waschung" live mit.
Der Regenbogen, den wir auf dem Weg von Ibañez nach Coyhaique dann bewundern durften, was wohl schon ein Omen für das Wetter der nächsten Tage ...

Und die Lupinen wurden wieder unser ständiger Wegbegleiter. Am Strassenrand und auf ganzen Feldern. Sooo schön.


Carretera Austral - Teil 2

Nachdem mir die ganze Fotosammlung das letzte Mal abgestürzt ist, nachdem ich fertig war, versuche ich es endlich noch einmal.

Von Puerto Tranquilo aus sind wir weitergefahren nach Cochrane. Von dort sind wir an das eine Ende der Carretera Austral gefahren (da andere Ende ist Richtung Villa O'Higgins) - nach Caleta Tortel. Hier erwischte uns unser erster Regentag, somit war es deutlich kühler und nasser. Und wir wunderten uns, dass Caleta Tortel so ein ruhiger Ort war - man hörte nichts bis auf ein paar Motorsägen. Bis uns erklärt wurde, dass der Strom ausgefallen war ...



Von Cochrane aus fuhren wir dann wieder bei schönstem Wetter an den Lago General Carrera bis nach Puerto Guadal. Und damit ihr den Blick auf den San Valentin auch geniessen könnt, hiermit das Foto. Es ist der Berg auf der linken Seite.

Unsere Cabaña war richtig schnuckelig mit einem super Blick über den See. Abends haben wir immer schön den Holzofen angefeuert, so wurde uns auch nicht zu kalt.








13. Dezember 2007

Carretera Austral - die Fotos Teil 1

Jetzt sind wir schon über eine Woche zurück, Mutti + Papa schon wieder im kalten Deutschland, und ich wieder beim Arbeiten. Trotzdem habe ich eine kleine Sammlung Fotos zusammengestellt, damit die Erinnerung nicht so schnell vergeht ...

Der Flug Santiago - Coyhaique


Von Coyhaique nach Pto. Tranquilo - bei Cerro Castillo


Puerto Tranquilo und die Milch in Cola-Flaschen ????


Und die traumhafte Fahrt von Pto. Tranquilo per Boot zur Capilla de Marmol (Marmorkapelle) am westlichen Ufer des Lago General Carrera. Der Marmor ist nicht aus Carrara, aber er tut's auch, oder ???








Etwas südlicher treffen sich mit beidruckender Wucht der grüne Río Neef und der türkisfarbene Río Baker.