4. Juni 2008

Anfang Juni

Der Ort Chaitén und die Gegend 50 km um den Vulkan sind immer noch evakuiert, die Einwohner dürfen erst in zwei Monaten wieder zurück. Inzwischen hat sich die Asche mit Regen vermischt, und es sollen auch einige Häuser vom Waser weggespült worden sein.

Laut Wikipedia ist übrigens erst 1994 festgestellt worden, dass der "Hügel Chaitén" ein Vulkan ist, der dann Chaitén genannt wurde. Ich nehme an, das erklärt, warum er so schwer auf der Landkarte zu finden ist. Er liegt nur 10 km ausserhalb des Ortes Chaitén, der ca. 4000 Einwohner hat(te).

Auch in Santiago ist der Regen eingezogen. Alle Befürchtungen, dass wir nach schon zwei "trockenen Wintern" wieder einen trockenen Winter bekommen würden, sind damit vom Tisch. Und heute durfte ich dann auch schon über die üblichen Pfützen springen, und beim Autofahren aufpassen, den Fussgängern keine Dusche zu verpassen. Es ist nicht überall so schlimm wie auf diesem Foto, aber es ist real.

Mein Haus ist bisher dicht, mit der Zentralheizung auch angenehm warm (welch Luxus hier!). Gestern haben mir beim Heimkommen die Hunde mit ihren ach so trockenen Pfoten die ganze Hose eingesaut, die somit in der Waschmaschine landen wird. Heute habe ich vorgebeugt und werde am Tor meine Regenhose anziehen! Wahrscheinlich eine gute Idee, da es heute deutlich mehr geregnet hat. Zwischen Ricardas und meinem Haus können wir uns auch nur noch in Gummistiefeln bewegen, die Matschbrocken bleiben so richtig schön an den Stiefeln hängen, und die wiegen dann .... tja, das Landleben ist schon unterhaltsam!

Und die Berge sind natürlich schon herrlich weiss. Bisher war es aber noch nicht wieder richtig sonnig und klar, um eines der Traumfotos mit den schneebedeckten Anden zu schiessen.


Seit dieser Woche ist es im Büro auch etwas ruhiger. Wir haben letzte Woche unseren grossen Kongress hinter uns gebracht - 4 Tage Stress und immer erst um Mitternacht zu Hause. Und am Freitag auch noch Smogalarm, meine Autonummer endet mit "1", die Zahlen 1 und 2 waren zum Fahren gesperrt zwischen 7:30 und 21:00 Uhr. D.h., ich musste am Freitag vor 7:30 Uhr im Büro sein. Das war mir so gerade das richtige "Heimkommgeschenk" donnerstags nachts, als ich es im Radio hörte. Samstag nacht war nach dem Abbau Ende, und am Sonntag bin ich um 11:30 Uhr aufgewacht. Ich weiss nicht, wann mir das das letzte Mal passiert ist, dass ich so lange durchgeschlafen habe.

Und die gute Nachricht dieser Woche: Ich kratze gerade mein Geld zusammen, denn ich werde mir zum Geburtstag ein neues Auto "schenken". Bzw. schenke müssen, da mein Auto in letzter Zeit zu gerne in der Werkstatt ist. Mal sehen, ob es klappt, dass ich es am Samstag schon kriege. Dann stelle ich es euch vor (mehr wird noch nicht verraten). Die Gebrauchtwagenpreise sind hier übrigens immer wieder ein Hammer. Ich bekomme für meinen 5 Jahre alten Corsa (brasilianische Fertigung) noch 50% des Neukaufpreises - und das vom Autohändler, der den Corsa in Zahlung nimmt.

5. Mai 2008

1300 km südlich von Santiago

Am letzten Freitag ist der Vulkan Chaitén ausgebrochen, nach 400 Jahren ohne Aktivität, und hat eine 20 km hohe Aschesäule ausgestossen. Er liegt im nördlichen Teil von Patagonien, betroffene Orte sind Chaitén und Futaleufú (wo Anke, Stefan und ich auf unserer Carretera Austral-Tour waren). Beide Orte sind mit einer dicken Ascheschicht zugedeckt, der Grossteil der Einwohner wurde evakuiert, Fotos zeigen die Menschen nur mit Atemschutzmaske, die Gegend ist Katastrophengebiet erklärt worden.
Einige Bilder:







28. April 2008

Ende April


Es ist hier endgültig der Herbst eingezogen, und ich habe am vergangenen Samstag die Heizung angemacht. Seitdem bin ich "die glücklichste Frau auf Erden" - was es so ausmachen kann, wenn endlich mal die Wohnung nicht kälter ist als die Luft draussen. Ich war das gar nicht mehr gewöhnt und fing schon wieder an, den Fleece anzuziehen, wenn ich ins Haus hineinging (statt umgekehrt).

Ich habe einige ereignisreiche Wochen hinter mir mit viel Arbeit, neuen Aufträgen, Organisation einer Vortragsserie eines deutschen Zahnarztes; die nächsten Wochen bis Ende Mai wird es noch vollbeschäftigt weitergehen.

Inzwischen bin ich auch Präsidentin unseres Condominios (der Wohnanlage), zum Glück mit einigen Mitstreitern im Direktorium. Aber nur so lernt man die chilenischen Eigenheiten und Rechtsprechung am besten, und es macht Spass, ein solches "Unternehmen" zu betreuen.

Aber ich geniesse mein "Landhaus", morgens haben wir schon oft Nebel, aber zur Zeit noch das Glück, im Hellen zu fahren. Vor der Zeitumstellung war es schon echt übel, im Dunkeln loszufahren. Und bald ist es wieder soweit.

Ein Gewitter hatten Ricarda und ich ja schon erlebt - ohne Schäden am Haus -, und es gibt hier wirklich kaum Gewitter. Und gestern abend hat es heftig gestürmt, so dass ich nachts noch die Blumentöpfe in Sicherheit gebracht habe. Aber es hat endlich geregnet, was der Luftqualität sehr zugute kam.

Ich schicke euch noch ein Foto von einer Mitbewohnerin meines Grundstücks, zum Glück nicht des Hauses !! Ema schaute sie auch neugierig an, aber traute sich nicht dran.


Bis bald mal wieder !

14. März 2008

Alle unsere Hunde

Letztendlich haben wir jetzt vier Hunde:

Dingo - ein zugelaufener Rüde, Alter wohl noch unter einem Jahr, aber wir wissen es nicht genau. Sehr verschmust, duckt sich immer sofort, wenn er merkt, dass er etwas falsch gemacht hat, etwas feige, ein guter Kaninchenjäger. Und sehr insistent, bis er endlich dableiben durfte. Anfangs habe ich morgens immer mal wieder Knochen, einen Kuhkopf, den Unterschenkel einer Kuh, Kaninchenreste von meinem Parkplatz entsorgen dürfen, bis er endlich erreicht hatte, dass ich ihn füttere ...

Ema - die jüngste, jetzt 3 Monate alt. Ihre Mutter ist ein ganz schwarzer Labrador, der Vater ein schwarzer Strassenhund mit viel Labrador-Ähnlichkeit, aber aufgrund der Farbe muss ja wohl noch eine andere Hunderasse mit im Spiel sein. Sie hat schöne helle Augen, ist sehr verspielt, beisst an allem rum, was ihr so schmeckt und kann laut fiepen wir ein aufgespiesstes Schwein, wenn sie vom Essen weggezogen wird. Es ist beachtlich, wie schnell sie wächst und welche Verfressenheit sie an den Tag legt.


Frida - ruhiger, aber man sollte immer aufpassen, da sie gerne an einem hochsteigt, und wenn man sitzt, gerne schleckt. Sie und ihre Schwester Tina haben das Bellen bei ihrem vorherigen Zuhause durch die dortigen Hunde gelernt, so dass sie immer die ersten sind, die losrennen und bellen.


Tina, die Hündin von Ricarda, reisst zusammen mit Dingo gerne aus. Wenn wir also nachmittags nach Hause kommen, und sie sind nicht da, haben wir mal wieder eine Lücke im Zaun. Auf ihrem letzten Ausflug haben sich sie und Dingo den Magen verdorben. Der kann vielleicht gluckern, und Hunde können vielleicht pfurzen !!!

Mondfinsternis am 20. Februar


Um Mitternacht am 20. Februar war Mondfinsternis. Wie ihr sehen könnt, habe ich fast durchgehalten, aber dann wurde mir doch zu kalt draussen und ich bin ins Bett, bevor ich im Gartenstuhl einschlafe.

8. Februar 2008

Mami, ¿que nombre me pondrás?


Darf ich euch unsere Hunde vorstellen? Die linke ist meine, die rechte Ricardas. Sie sind erst in ca. Wochen bei uns, und noch haben sie auch keine definitiven Namen. Beide Hündinnen sind ca. 4 Monate alt.

1. Februar 2008

Nach langer Zeit mal wieder

Nach einem Monat und einem Tag mal wieder ein Eintrag. Vor lauter Urlaub und Umzug kam ich leider nicht mehr dazu.
Und somit noch eine Nachlese mit einigen Fotos aus dem Urlaub mit Beate:


Der Nationalpark Huilo-Huilo

und unsere Wanderung:


Der Blick von Puerto Varas zum Vulkan Osorno am 31. Dezember


und fast klar am 1. Januar 2008.


Die Pinguinkolonie bei Ancud auf Chiloé:


Der Strand bei der Reserva Nacional Chiloé auf der Höhe von Chonchi.


Der Ginster blühte in voller Pracht.


Die Kirchturmspitze von Tenaún:


Und die Sicht von Frutillar über den See Llanquihue auf die Vulkane Puntiagudo, Osoro und Tronador (von links nach rechts).